Darf das ein Schiedsrichter moralisch gesehen?

Wettkampfbestimmungen (WB), Regeln, Regelauslegungen, Paragraphenreiter, Kampfrichter, neues aus den LSVs und vom DSV

Darf das ein Schiedsrichter moralisch gesehen?

Beitragvon Ursus_Maritimus » 04.02.2010, 09:10

Hallo,´
ich habe mal eine Frage.

Findet Ihr es moralisch gesehen in Ordnung, dass sich ein Schiedsrichter bei einem Einladungswettkampf (AW, VK etc.) über den Veranstalter hinwegsetzt, z. B. ohne Absprache des Veranstalters einfach die Pause weglässt? Und wenn sich der Veranstalter negativ über die Durchführung/Anweisungen des Schiedsrichters äußert, der Schiedsrichter dann sagt: "Ich bin hier Schiri, und ich bestimme was hier gemacht wird!"

Ich weiß, dass die Leitung der Veranstaltung in den Händen des Schiedsrichters liegt. Ich weiß auch, dass der Schiedsrichter anschließend für den Wettkampf gerade stehen muss, und das es generell wenige Schiedsrichter gibt, die Woche für Woche im Schwimmbad stehen.

Es soll bei der Frage auch nicht darum gehen, ob das ganze (Weglassen von Pausen etc.) WB-gerecht ist. Es geht nur darum, ob es moralisch gesehen in Ordnung ist, wenn sich der Schiri selbst über den Veranstalter/Organisator hinwegsetzt.
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Re: Darf das ein Schiedsrichter moralisch gesehen?

Beitragvon swimfaster » 04.02.2010, 12:36

Hallo,
Ursus_Maritimus hat geschrieben:Es geht nur darum, ob es moralisch gesehen in Ordnung ist, wenn sich der Schiri selbst über den Veranstalter/Organisator hinwegsetzt.

es ist zumindest ein guter Weg, im nächsten Jahr nicht wieder zur Veranstaltung eingeladen zu werden.

Grüße
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Re: Darf das ein Schiedsrichter moralisch gesehen?

Beitragvon swimmfan » 04.02.2010, 13:11

Ursus_Maritimus hat geschrieben:Hallo,´
ich habe mal eine Frage.

Findet Ihr es moralisch gesehen in Ordnung, dass sich ein Schiedsrichter bei einem Einladungswettkampf (AW, VK etc.) über den Veranstalter hinwegsetzt, z. B. ohne Absprache des Veranstalters einfach die Pause weglässt? Und wenn sich der Veranstalter negativ über die Durchführung/Anweisungen des Schiedsrichters äußert, der Schiedsrichter dann sagt: "Ich bin hier Schiri, und ich bestimme was hier gemacht wird!"

Ich weiß, dass die Leitung der Veranstaltung in den Händen des Schiedsrichters liegt. Ich weiß auch, dass der Schiedsrichter anschließend für den Wettkampf gerade stehen muss, und das es generell wenige Schiedsrichter gibt, die Woche für Woche im Schwimmbad stehen.

Es soll bei der Frage auch nicht darum gehen, ob das ganze (Weglassen von Pausen etc.) WB-gerecht ist. Es geht nur darum, ob es moralisch gesehen in Ordnung ist, wenn sich der Schiri selbst über den Veranstalter/Organisator hinwegsetzt.


Maßgeblich für die Veranstaltung sind die Wettkampfbestimmungen und die Ausschreibung. Wenn Änderungen (von wem auch immer) vorgenommen werden sollen, geht dies nur im Einverständnis mit den beteiligten Vereinen und vor allem im Einklang mit der Wettkampfbestimmung.

Solche Schiedsrichter gehören in den Ruhestand geschickt und hatten sicherlich ihren letzten Einsatz bei dieser Veranstaltung
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Re: Darf das ein Schiedsrichter moralisch gesehen?

Beitragvon aufpasser » 12.02.2010, 15:49

Ich bin auch der Meinung das ein Veranstalter sich das nicht geafllen lassen sollte und diesen Schiedsrichter in den Wind schiessen sollte. Darüber hinaus sollte Meldung an den zuständigen Kampfrichterobmann gemacht werden um villeicht solchen willkürlich handelnden Schiris einfach die Lizenz zu entziehen.
Es gibt genügend andere Schiedsrichter die gerne den Job machen und nicht versuchen sich über diese ehrenamtliche Tätigkeit profilieren zu wollen.

Wo ist den sowas passiert wenn man fragen darf. Bundesland oder Bezirk reicht.

Gruß und schönes Wochenende
Bin immer an Meldeergebnissen und Protokollen interessiert, sofern sie formgerecht sind. Wenn nicht werde ich darauf hinweisen.
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Re: Darf das ein Schiedsrichter moralisch gesehen?

Beitragvon Mispe » 15.02.2010, 16:14

Es ist schwierig diese Frage mit einem ja oder nein zu beantworten, da man beide Standpunkte in betracht ziehen sollte.

Als Schiedsrichter muss man in erster Linie die WB und die Ausschreibung einhalten. Dabei aber auch die allgemeinen Bedürfnisse der anderen Vereine / Schwimmer berücksichtigen. Gerade wenn die Veranstaltung schon ziemlich lang ist oder bis zum abend dauert, würde ich es auch vermeiden diese unnötig in die Länge zu ziehen. Es ist dabei immer zu bedenken, das einige noch eine längere Heimreise anzutreten.

Ist die Pause in der Ausschreibung festgelegt, so ist diese sogar verpflichtend, es sei denn alle Vereine stimme für eine Verkürzung der Pause zu.

Letzlich sollen sich vorher natürlich der Veranstalter und Schiedrichter über den Ablauf einigen und diesen gemeinam abstimmen.
Als Veranstalter hat man auch immer die Möglichkeit, dieses in der Ausschreibung vorher festzulegen.

Gruß
mispe
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Re: Darf das ein Schiedsrichter moralisch gesehen?

Beitragvon Ursus_Maritimus » 18.02.2010, 13:27

Hallo
Vielen Dank für eure Beiträge. Wie gesagt es sollte hier nicht darum gehen, ob das ganze regelgerecht ist. Immerhim soll das ganze bei einer Kampfrichtersitzung angesprochen und von den anwesenden Vereinsvertretern (nicht alle) abgenickt worden sein.
Meine Frage war, wie ein Veranstalter dann beim nächsten Mal reagieren soll, wenn ein Schiedsrichter solche Alleingänge durchführt...
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Re: Darf das ein Schiedsrichter moralisch gesehen?

Beitragvon Ursus_Maritimus » 18.02.2010, 13:41

Mispe hat geschrieben:Es ist schwierig diese Frage mit einem ja oder nein zu beantworten, da man beide Standpunkte in betracht ziehen sollte.

Als Schiedsrichter muss man in erster Linie die WB und die Ausschreibung einhalten. Dabei aber auch die allgemeinen Bedürfnisse der anderen Vereine / Schwimmer berücksichtigen. Gerade wenn die Veranstaltung schon ziemlich lang ist oder bis zum abend dauert, würde ich es auch vermeiden diese unnötig in die Länge zu ziehen. Es ist dabei immer zu bedenken, das einige noch eine längere Heimreise anzutreten.

Ist die Pause in der Ausschreibung festgelegt, so ist diese sogar verpflichtend, es sei denn alle Vereine stimme für eine Verkürzung der Pause zu.

Letzlich sollen sich vorher natürlich der Veranstalter und Schiedrichter über den Ablauf einigen und diesen gemeinam abstimmen.
Als Veranstalter hat man auch immer die Möglichkeit, dieses in der Ausschreibung vorher festzulegen.

Gruß
mispe


Sorry, dass ich eben nicht auf deinen Beitrag eingegangen bin.
Der Wettkampf belief sich zeitlich gesehen im noch im sehr akzeptablen Bereich (Wettkampfende ca. 17 Uhr). Der Veranstalter hätte einer Verkürzung der Pause zugestimmt, allerdings keiner Weglassung.
Das ganze war vermutlich nur, weil sich der Schiedsrichter selbst einen Gefallen tun wollte.
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